WEINKULTURGUT LONGEN-SCHLÖDER

ERWEITERUNG EINES WEINGUTS UND NEUBAU VON GÄSTEZIMMERN IN LONGUICH AN DER MOSEL


Auf dem Weinkulturgut Longen-Schlöder in Longuich an der Mosel verschmelzen die Kenntnisse des Winzers und Weinbautechnikers Markus Longen mit Sabine Longens Sinn für Wein, Kulinarik und Kultur.
Diese Philosophie sollte um ein modernes Gästehaus zur Übernachtung erweitert werden: „Wir möchten
zeigen, wie Einklang mit der Natur wirklich aussehen sollte. Einen Logenplatz erschaffen in vollkommener
Ruhe und Entschleunigung.“

Projektart: Beauftragung in Zusammenarbeit mit Matteo Thun & Partners
Bauherr: Sabine und Markus Longen
Leistungsphasen: 1–9
Ort: Longuich-Kirsch
Fertigstellung: 2012
Größe: Erweiterung des Weinkulturguts um einen Anbau (70 m²), einen Neubau (182 m²) und 20 Hotelzimmer in Form von kleinen sog. Winzerhäusern (je ca. 21 m²)
Fläche: 892 m² BGF
Landschaftsarchitektur: HKK Landschaftsarchitektur GmbH, Frankfurt am Main
Ökologische Maßnahmen: regionale Baustoffe, eigenes Nahwärmenetz, Lüftung mit Wärmerückgewinnung
Status: fertiggestellt
Fotograf: Linda Blatzek, ARCHITEKTEN STEIN HEMMES WIRTZ
Auszeichnungen: Architekturpreis Wein 2013
Deutscher Landbaukultur-Preis
Veröffentlichungen: vielfältige Zeitschriften- und Internetveröffentlichungen

Aus dem „einen“ Gästehaus wurden nach dem Konzept von Matteo Thun viele kleine Einzelhäuser, inspiriert in Form und Größe von den typischen Winzerhäuschen, die in den umliegenden Weinbergen der Mosel zu finden sind. Jedes der Häuser hat einen eigenen, individuell gestalteten kleinen Garten und bietet Platz für ein großzügiges Zimmer mit einem komfortablen Bad. Von außen wird die Gestalt der Häuser vom heimischen Schiefer geprägt, hier in einer dem Trockenmauerwerk ähnlichen Bauweise, die an die typischen Weinbergsmauern der Mosel erinnert. Innen wirken hochwertige Materialien, Eichenholz und ländlich anmutende Textilstoffe in einer sehr reduzierten Designsprache mit warmen Farbtönen und handwerklich hochwertigen Details.
Die Häuser sind mit ihren Themengärten in ein gartenplanerisches Gesamtkonzept eingebunden, das zukünftig noch durch einen Gartenschwimmteich ergänzt werden wird.

Der klar strukturierte Neubaugrundriss des Verwaltungs- und Tagungsbereiches unterteilt sich in den Restaurantbereich, die Empfangshalle, den Officebereich, die Küche sowie die Sanitäreinrichtungen. Die Grundrissgestaltung besticht durch eine klare Aufteilung und die großzügig angelegten Fensterfronten. Durch den durchgehenden Holzfußboden, kombiniert mit einer klaren und warmen Beleuchtung, wird eine helle Atmosphäre geschaffen. Die Küche dient als Zubereitungsstelle für das Frühstücksbuffet, als Showkitchen sowie als Veranstaltungsort für Weinverkostungen. Sie wird in eine großzügig, zentral angelegte Kücheninsel und in eine umlaufende Küchenzeile aufgeteilt, die bei Bedarf zum Veranstaltungsraum und zum Foyer hin geöffnet werden kann.