EVANGELISCHE CYRIAKUSKIRCHE RÖDELHEIM

ERWEITERUNG DER KIRCHLICHEN NUTZUNG UM EIN GEMEINDEHAUS

 

Die evangelische Cyriakusgemeinde beabsichtigt ihr Gemeindezentrum in der Alexanderstraße aufzugeben und die gemeindlichen Tätigkeiten an einem Standort zu konzentrieren. Hierzu soll die Cyriakuskirche, Auf der Insel 5, umgebaut werden und das Wohnhaus, Auf der Insel 11, wieder seiner alten Nutzung als Pfarrhaus zugeführt werden.

Projektart: Auswahlverfahren 1. Preis, Beauftragung
Bauherr: Ev. Regionalverband Frankfurt am Main
Ort: Frankfurt Rödelheim
Zeitraum: seit 2017
Größe: ca. 800 m² BGF
Status: In Planung

Das Planungsgebiet liegt im Frankfurter Stadtteil Rödelheim am Rand des Solmsparks am Mühlgraben, einem Nebenarm der Nidda. Es ist im Flächennutzungsplan als Vorbehaltsgebiet für besondere Klimafunktionen ausgewiesen. Es wird über eine Sackgasse von der Straße „Auf der Insel“ erschlossen. Die Straße „Auf der Insel“ stellt die Nahtstelle zwischen Solmspark und Brentanopark dar. Der Solmspark entstand aus einem Landschaftpark der um das zerstörte Schloß Rödelheim angelegt war. An gleicher Stelle stand zuvor eine Wasserburg. Rödelheim und der Vorgängerbau der Cyriakuskirche finden im 8.Jahrhundert eine erste schriftliche Erwähnung. Die Eigenständigkeit der Stadt endete 1910 mit der Eingemeindung zu Frankfurt. Im Umfeld der Kirche und des Pfarrhauses befinden sich in lockerer Anordnung noch 3 weitere Wohnbauten sowie deren Nebengebäude. Die unter Denkmalschutz stehende Cyriakuskirche geht auf eine Pfarrkirche von 1356 zurück. In den Jahren von 1463 bis 1467 wurde die Kirche umgebaut und erweitert. Von diesem Bau ist heute noch die Cyriakuskapelle erhalten. 1944 brannte die Kirche ab. 1951 – 1953 wurde der alte gotische Chorraum und das Kirchenschiff nach einer Vorplanung von Werner W. Neumann wieder aufgebaut. Im Jahr 1956 wurde die Kirche mit einer Orgel von Steinmeyer ausgestattet. 1971 wurde im Süden ein weiterer Versammlungsraum angebaut. Mit der Sanierung und dem Umbau soll die seltene Chance genutzt werden, den Aufbruch der Gemeinde auch baulich sichtbar zu machen.