WETTBEWERB
RATHAUS STEINWEG UND JANSHOF

NEUBAU EINES EINES RATHAUSES UND UMGESTALTUNG DES JANSHOFS IN BRÜHL

Mit dem Neubau der Rathauserweiterung wird das Bürgerangebot für die Brühler funktional erweitert und transparenter gemacht. Gleichzeitig gelingt mit der Neugestaltung des Janhofs eine stadträumliche Neuordnung und Aufwertung der Umgebung, die den Janshof „wachküsst“.

Projektart: Wettbewerb in Zusammenarbeit mit
QUERFELD EINS Landschaft I Städtebau I Architektur, Dresden
Auslober: Stadt Brühl
Ort: Brühl
Zeitraum: 2017

Der neue Rathausanbau bildet mit dem denkmalgeschützten Bestandsgebäude eine stadträumliche und funktionale Einheit. Dabei wird der Bestand zunächst behutsam zurückgebaut. Die übrigen Eingriffe beschränken sich auf ein Minimum. An der Stelle des abgängigen Erweiterungsbaus aus den 1960er Jahren erstreckt sich der Baukörper entlang des Steinwegs. Dabei nimmt er mit einem dreigeschossigen Verbindungsbau zunächst Geschoss- und Traufhöhen des Bestandsgebäudes auf, um dann nach Westen zu einem giebelständigen Hochpunkt überzuleiten. Während beim Rathaus-Altbau durch Fassaden- und Dachgestaltung die stadträumlich markante Ecke betont wird, reagiert der Neubau hier durch ein gliederndes Giebelhaus auf die drei, stadträumlich prägenden Seiten. Er fügt sich harmonisch in die Straßenabwicklung Steinweg ein, leitet im Westen zum Janshof über und orientiert sich mit der südlichen Giebelfassade zum neugestalteten Janshof.

 

Das historisch geschlossene Gefüge des Janshofs wird aufgenommen und deutlich im Kontrast zur Fußgängerzone, als Innenhof ausformuliert. Das Konzept sieht bewusst vor eine Freifläche mit einer gärtnerischen und intimeren Ausstrahlung zu entwickeln. Als grüne Oase entsteht so ein Rückzugsort für Anwohner und Besucher, welche das Freiraumangebot in der Brühler Innenstadt typologisch erweitert. Mit dem Rathaus-Neubau am Janshof hat die Brühler Stadtbevölkerung die seltene Gelegenheit einen wertigen Baustein im Stadtbild als Ausdruck von Bürgerbeteiligung, Interaktion und Gemeinschaftsbildung zu setzen. Durch die Neugestaltung der angrenzenden Freiflächen wird gleichzeitig der Grundstein für die Vitalisierung des  Janshofs gelegt.