WETTBEWERB
KITA TRIER-EHRANG

NEUBAU EINER KINDERTAGESSTÄTTE IN TRIER-EHRANG

Mit dem Neubau einer Kindertagesstätte mit fünf Gruppen auf einem stadteigenen Grundstück im Ortskern von Trier-Ehrang soll die zukünftige Betreuung der Kinder von 0–6 Jahren gesichert werden. Ziel des Wettbewerbs ist es, dabei gleichzeitig die städtebauliche Situation des Wettbewerbsgebietes, also des öffentlichen Raums im Bereich des „Ludchensplaatz“ und der Straße „Zur Stadtmauer“ neu zu ordnen.

Projektart: Wettbewerb
Auslober:
Ort: Trier-Ehrang
Landschaftsarchitektur: Egbert Sonntag Dipl.-Ing. Landschaftsarchitekt BDLA

Ortskern Ehrangs ist geprägt durch eine homogene, stark verdichtete, zwei- bis dreigeschossige Bebauung. Mit einem kompakten, winkelförmigen Gebäude, dessen Baumasse in vier giebelständige Baukörper aufgeteilt ist, nimmt der Entwurf dieses übergeordnete Motiv auf und fügt sich wie selbstverständlich in die vorhandene, historische Struktur des Ortskerns ein.
Dabei werden zwei städtebauliche Freiräume geschaffen: Zum einen  ein gemeinsamer Vorplatz mit dem Gemeindehaus in Richtung Niederstraße, der städtische Aufenthaltsqualität und gleichzeitig Raum für die Vorfahrt zum Kindergarten bietet. Zum anderen eine abgeschirmte, zusammenhängende Spiel- und Bewegungsfläche, die bei größtmöglichem Flächenangebot doch Privatheit und Sicherheit vermittelt.

Der lange Hauptbaukörper, an der Straße „Zur Stadtmauer“ gelegen, birgt die gemeinschaftlichen Funktionen, Versorgung, Erschließung und Verwaltung. Er öffnet sich mit einer einladenden Geste zum Vorplatz und empfängt seine Besucher in einem offenen Foyer mit zuschaltbarem Mehrzweckraum. Jedes der drei Kinderhäuser“ bietet im Erdgeschoss Platz für eine Kinderkrippe bzw. den Mehrzweckraum (der bei einer Erweiterung auch als Krippenraum nutzbar wäre), und besitzt in den Obergeschossen jeweils einen Gruppenraum. Das „eigene Haus“ ist von innen und außen ablesbar und stiftet damit Identität und Orientierung. Kinderkrippen, Mehrzweckraum und Werkraum haben einen direkten Zugang zum Garten- und Spielgelände. Auch die Gruppenräume im Obergeschoss sind zum Garten hin orientiert und jeweils über eine überdeckte Loggia mit Freitreppe mit dem Spielgelände verbunden. Im Obergeschoss des Hauptgebäudes sind, anschließend an eine kombinierte Spiel- und Bewegungsfläche, verschiedene Nutzungen kombiniert. Aus dem Elternsprechzimmer, dem Büro der KiTa-Leitung und dem Personalraum sind Überblick und Kontrolle des Freigeländes gewährleistet. Im Dachgeschoss gibt es neben Erweiterungsflächen auch einen Rückzugs- und Erholungsraum für das Personal. Eine Erlebnisgalerie bietet Raum für Lesezirkel, Theater- und Filmvorführungen etc. Wechselnde Raumerlebnisse charakterisieren das Gebäude. Die Mehrgeschossigkeit ist vielfach ablesbar, Galerien, Sichtbezüge und Ausblicke, Rückzugsecken, Kletter-, Spiel-, und Bewegungsmöglichkeiten finden sich auch innerhalb des kompakten Gebäudevolumens, bei gleichzeitig klarer Orientierung und guten Kontrollmöglichkeiten.