WETTBEWERB
RÜCKE VOR AN DIE SCHLOSSALLEE

GEMEINDEZENTRUM FÜR DIE EV. KIRCHENGEMEINDE IN DÜSSELDORF-ELLER
2021

Mit dem Neubau des Gemeindezentrums entsteht der erste Baustein einer möglichen Neustrukturierung des Areals an der Schlossallee. Schlosskirche und Neubau werden zu einem lebendigen Ensemble, das eine Einladung ausspricht. So drückt sich die Philosophie der Gemeinde „Nah bei den Menschen – als Kirche erkennbar sein“ baulich aus.

Projektart: Beschränkter Architekturwettbewerb
Auslober: Evangelische Mirjam-Kirchengemeinde, Düsseldorf
   
Ort: Düsseldorf
Zeitraum: 2021
Landschaftsarchitektur: lichtelandschaften, Frankfurt am Main
   
Größe: ca. 1.000 m² BGF
   
   

Das neue Gemeindezentrum ergänzt den Kirchstandort räumlich und funktional. Gleichzeitig wird die Gemeinde mit dem neuen Haus an der Schlossallee sichtbar. Dabei bleibt die Kirche frei von An- und Umbauten und ist lediglich über einen überdachten Gang mit dem Foyer des Gemeindezentrums barrierefrei verbunden. Der flache Baukörper lässt auf diese Weise Wege um und Blicke auf die Kirche frei. Er erfährt eine Höhenmodulation durch den eingestellten Gemeindesaal und im Obergeschoss gelegene Gruppenräume im Nordwesten. So bilden sich städtebaulich markante, gut sichtbare Hochpunkte, die im spannungsvollen Dialog zur Kirche, dem Grünraum und den umliegenden Nutzungen stehen.

 

Der neue Gemeindesaal liegt parallel zum Kirchschiff. Saal, Foyer und Patio bilden den Mittelpunkt, das „Herz“ des neuen Gemeindezentrums. Ringförmig liegen alle Nutzungen des Gemeindezentrums um diese neue Mitte, die so zentrales, ordnendes Element ist. Aus dem von der Schlosskirche abgerückten Gemeindezentrum bestehen aus allen Bereichen - über eine grüne Fuge hinweg - Blickbeziehungen. Hier verläuft ein Fußweg nach Süden zum künftigen Quartiersplatz und in das geplante Wohnquartier. Über das verglaste Foyer ergeben sich gleichzeitig Einblick in das Gemeindeleben. Das Patio und das großzügige Foyer bieten ausreichend Fläche zur Begegnung und Kommunikation. Gemeindefeste können im Saal mit angrenzendem, geschützten Außenraum gefeiert werden. Gleichzeitig lässt sich das Foyer hinzuschalten. Das zur Kirche hin auskragende Dach markiert klar den Eingang zum Foyer, das sich schaufensterartig zur Kirche öffnet. Das Foyer ist Treffpunkt der unterschiedlichen Nutzungsbereiche und zeichnet sich durch eine hohe Aufenthaltsqualität aus.

 

Mit dem Neubau des Gemeindehauses rückt die Kirchengemeinde an die Schlossallee vor. Es entstehen räumliche und inhaltliche Synergien zwischen Kirche und Gemeindehaus. So wird diese Umwandlung zum Impulsgeber für das Gemeindeleben und für die bestehende und zukünftige Nachbarschaft in Düsseldorf-Eller.