IDEENWETTBEWERB SOZIAL – SCHNELL – GUT

IDEENWETTBEWERB FÜR BEZAHLBAREN WOHNUNGSBAU IN RHEINLAND PFALZ 2016

Auf der Suche nach sozialen, schnellen, guten Lösungen für bezahlbaren Wohnungsbau sind die prognostizierten Bedarfe an erforderlichen Wohnflächen mit den Prognosen zur Bevölkerungsentwicklung in denjeweiligen Regionen zu überlagern. Vielerorts werden Lösungen mit vergleichsweise kürzerer Nutzungsdauer gefragt sein. Diese Überlegungen sind auch bei der Wahl der Grundstücke (v.a. im Ballungsräumen), bei der Konstruktion (u.a. hinsichtlich der Lebenszykluskosten) und hinsichtlich der Ökobilanz (Recyclingkreislauf) mit einzubeziehen.

Projektart: Ideenwettbewerb
Auslober: Bauforum Rheinland-Pfalz
  in Kooperation mit der Architekenkammer Rheinland-Pfalz
   
Ort: Rheinland Pfalz
Zeitraum: 2016
   
In Zusammenarbeit mit: ina Planungsgesellschaft mbH, Darmstadt

Bei negativer Bevölkerungsentwicklung darf die Antwort auf den aktuell steigenden Druck auf dem Wohnungsmarkt nicht in der zusätzlichen Versiegelung der Landschaft gesucht werden. Gleichzeitig kann bei der Neuplanung ganzer Stadtteile in den beliebten Ballungsräumen der Schlüssel nicht im seriellen Bauen gesehen werden, weil hier Quartiersgedanken aus dem jeweiligen Genius Loci herzuleiten sein sollten. Vielmehr müssen sich gute Systemlösungen für "Grundstücken jenseits der grünen Wiese" durch eine gewisse Kleinteiligkeit in das jeweilige Umfeld einfügen können. Dabei ist der ökologische Fußabdruck im Hinblick auf den gesamten Gebäudelebenszyklus zu minimieren. Mit der vorgeschlagenen Bauweise wird auf vielfältige räumliche, topografische und städtebauliche Gegebenheiten reagiert. Unterschiedliche Wohnkonzepte für verschiedene Nutzergruppen können verwirklicht werden. Die Bauweise basiert auf der Kombination von einzeln ablesbaren Haustypen mit geringer Gebäudetiefe, was eine sehr gute innenräumliche Qualität (Belichtung und Belüftung) erwarten lässt. Zudem entstehen durch vielfältige Fügungsmöglichkeiten interessante Raumbezüge innerhalbder Doppel-, Reihen- oder Mehrfamilienhäuser und der angrenzenden Freiräume. Dabei stellt der Entwurf durch die vergleichsweise kleinteilige Struktur eine Bebauungslösung für eine Vielzahl von Grundstücken mit ihren jeweiligen Einflussfaktoren dar. Durch die 2- bis max. 3-geschossige Bauweise ist der 2. Rettungsweg über Handleitern sichergestellt, so dass- insbesondere für die im Folgenden aufgezeigten, nachzuverdichtenden Standorte - in den Freianlagen keine umfassenden Feuerwehraufstellflächen erforderlich werden.

 

 

SZENARIO 1

INNERSTÄDTISCHE NACHVERDICHTUNG INNERHALB EINER BLOCKRANDBEBAUUNG

 

 

SZENARIO 2

INNERSTÄDTISCHE NACHVERDICHTUNG INNERHALB EINER ZEILENBEBAUUNG

 

 

SZENARIO 3

INNERSTÄDTISCHE NACHVERDICHTUNG ALS
BAULÜCKENSCHLUSS ODER REPARATUR IM DORFKERN

 

 

SZENARIO 4

Arrondierung an Siedlungsrändern